Fördermaßnahme: Die Basis der Photonik: Funktionale Oberflächen und Schichten, Laufzeit 01.07.2014 - 31.07.2019

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, bestehende Hemmnisse bei der Erzeugung funktionaler Oberflächen bzw. Beschichtungen durch die Nutzung photonischer Verfahren und Werkzeuge zu überwinden und neue Anwendungsbereiche funktionaler Oberflächen und Schichten zu erschließen.

Bekanntmachung

Die Basis der Photonik: funktionale Oberflächen und Schichten

Die folgenden Angaben stellen nur einen Auszug aus der Bekanntmachung dar. Die vollständige Bekanntmachung finden Sie auf der BMBF-Website.

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, bestehende Hemmnisse bei der Erzeugung funktionaler Oberflächen bzw. Beschichtungen durch die Nutzung photonischer Verfahren und Werkzeuge zu überwinden, als auch neue Anwendungsbereiche funktionaler Oberflächen und Schichten zu erschließen.

Die Skalierung photonischer Prozesse hin zu industriell nutzbaren, also effizienten, reproduzierbaren und inline-fähigen Bearbeitungs- und Herstellungsverfahren stellt eine der wesentlichen Herausforderungen dar. Dies soll ermöglicht werden durch eine enge Vernetzung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung in allen Bereichen der Wertschöpfungskette, von der Materialentwicklung über die Beschichtungs- und Strukturierungstechnik bis hin zur industriellen Anwendung.

Gegenstand der Förderung

Im Zentrum dieser Fördermaßnahme stehen innovative photonische Werkzeuge und Verfahren zur Herstellung und Bearbeitung anwendungsrelevanter funktionaler Oberflächen und Schichten mit herausragenden Eigenschaften wie z.B.

  • langzeitstabile photokatalytische Oberflächen höchster Effizienz,
  • passive und aktive Beschichtungen für optische Hochleistungskomponenten und neue optische Materialien (z.B. optische Polymere und hybride anorganisch-organische Kompositmaterialien),
  • funktionale Oberflächen für Energiegewinnung, Energiespeicherung und Ressourceneffizienz,
  • Oberflächen und Schichten mit einstellbaren Benetzungseigenschaften,
  • Kombination von Oberflächen- und Schichtfunktionalitäten,
  • Mikro- und Nanostrukturierung von Oberflächen zur Erzeugung tribologisch beanspruchter Oberflächen,
  • schaltbare Oberflächen- und Schichtfunktionalitäten.

Diese Aufzählung ist beispielhaft zu verstehen und schließt weitere Oberflächen und Schichten mit innovativen Funktionalitäten hoher Anwendungsrelevanz keineswegs aus.

Handlungsbedarf besteht vor allem in folgenden Bereichen:

  • Photonische Werkzeuge zur Realisierung von Oberflächenstrukturen, insbesondere solche komplexer Geometrie (große, kleine, gekrümmte Flächen, Hohlräume),
  • Photonische Verfahren zur Funktionalisierung von Oberflächen durch Beschichtung, Modifikation, Aktivierung oder Strukturierung,
  • Verfahren zur Mikro- und Nanostrukturierung optischer Oberflächen und zur Herstellung diffraktiver optischer Elemente,
  • Photochemische und chemisch unterstützte Laser- und Plasmaprozesse zur Oberflächenfunktionalisierung,
  • Hybridprozesse (Plasma, Laser und Ofenprozesse) sowie selektive Laserfunktionalisierung dünner Schichten,
  • großflächige Laserheiz- und Konditionierungsverfahren als Ersatz für Ofenprozesse,
  • Laserpolieren von Präzisionsoptiken und dazu angepasste photonische Messtechnik,
  • Optische Oberflächen- und Schichtanalytik und optische Reinigung.

Neben der Materialbearbeitung wird auch im Bereich der zerstörungsfreien, inline-fähigen Werkstoffprüfung, der Prozessüberwachung und der Qualitätssicherung Handlungsbedarf gesehen, dem mit Lösungsansätzen auf der Basis photonischer Messtechniken begegnet werden kann.

Die Auflistung ist beispielhaft und nicht als vollständig anzusehen. Es können auch Projekte in anderen Anwendungs- und Technologiebereichen gefördert werden, solange die Lösungsansätze überwiegend auf photonischen Werkzeugen bzw. Verfahren basieren oder solche Oberflächen und Schichten erforscht werden sollen, die innovative optische Funktionalitäten besitzen.

Die Projektvorschläge müssen gekennzeichnet sein durch klare Leistungsvorteile gegenüber konventionellen Lösungen und ein hohes, wirtschaftliches Anwendungspotenzial. Wesentliches Auswahlkriterium ist daher auch die Bedeutung für gesellschaftliche Herausforderungen (Gesundheit, Umwelt, Energie).

Einschaltung eines Projektträgers

Die Projektskizzen sind einzureichen bei dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beauftragten Projektträger. Der Projektträger ist außerdem Ansprechpartner für alle Fragen zur Abwicklung der Bekanntmachung.

Einreichungsfrist

18.12.2012 - 12.04.2013

Ansprechpartner

Foto: Dr. Tim Haupricht
Dr. Tim Haupricht
+49 211 6214-477
Foto: Dr. Burkhard Krüger
Dr. Burkhard Krüger
+49 211 6214-502

Geförderte Projekte